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Alltag anders / Archiv | Beitrag vom 04.12.2020

Korrespondenten berichten überSchokolade

Von Matthias Baxmann und Matthias Eckoldt

In einem Supermarktregal sind Schokoladentafeln aufgereiht. Darauf zu sehen ist ein Mädchen mit bäuerlichem Kopftuch. (Imago / TASS / Artyom Geodakyan)
Ob Schokolade oder Halva: In Russland wird Süßes bevorzugt, deswegen ist es wichtig, Leckereien im Haus zu haben. (Imago / TASS / Artyom Geodakyan)

In Ägypten gibt es einen Schokoladenkeks, der heißt Corona. Die Schweden mögen vor allem Lakritze. Für Russen ist es absolut wichtig, immer Süßigkeiten im Haus zu haben.

Björn Blaschke in Kairo:

"Schokolade essen die Ägypter vielleicht gar nicht so gern. Was sie aber gern essen, sind Süßigkeiten. In Ägypten sprechen wir bei Süßigkeiten von – viele Menschen kennen das auch aus Deutschland – Baklava. Mir läuft jetzt gerade nebenbei das Wasser im Mund zusammen, wenn ich das sagen darf. Es gibt Konerfa. Das ist Blätterteig mit einer Quarkfüllung. Das ist sehr lecker. Ohne Schokoladenüberzug leider – ich glaube, das wär es noch!

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Es gibt hier in Ägypten einen Schokoladenkeks, der heißt: Corona! Ich lüge nicht. Das ist ein Schokoladenkeks in Zartbitter und Vollmilch. Die Kinder mögen es und der Vater, hier Björn, auch. Sehr lecker."

Carsten Schmiester in Stockholm:

"Schokolade ist es gar nicht mal so, was sie in Schweden gern mögen ist Lakritze. Als ich das erste Mal in Schweden in einem Supermarkt an der Kasse war, habe ich nur gedacht: die glücklichen Deutschen. Da gibt es doch diesen schönen Begriff Quengelware. Da steht man in der Schlange, und da ist dann vielleicht mal ein kleiner Schokoriegel oder eine Tüte Gummibärchen.

Hier ist vor den Kassen eine ganze Wand mit Plastikschüsseln. Das sind gern mal 50 oder hundert. Da sind verschiedene Sorten von Weingummis drin: Teddybären, Schokolade und natürlich Lakritz. Die Schweden futtern, habe ich mal gelesen, doppelt so viel wie die Deutschen. Nämlich 17 Kilogramm Süßigkeiten pro Jahr. Jeder einzelne Schwede." 

Antje Diekhans in Kenia:

"Also was Schokolade angeht, bin ich hier in Kenia tatsächlich ständig auf Entzug. In Kenia gibt es in den Supermärkten zwar Tafeln auch von Herstellern, wie man sie in Deutschland findet, aber die kosten das Dreifache. Wenn ich mir die mal leiste und mir eine Tafel Schokolade kaufe, bin ich danach oft total enttäuscht. Weil ich pack die aus und die ist schon angelaufen, alt und muffig. Das liegt daran, dass sich andere das nicht leisten.

Schokolade kaufen ist in Kenia wirklich kein Vergnügen. Ich habe eine Ersatzdroge in Kenia gefunden: Das sind Nüsse. Die gibt es sehr viel, in allen Formen: Erdnüsse, Macadamia, Cashew-Kerne. Die gibt es auch in der süßen Variante als honey roated nuts. Damit komme ich ganz gut zurecht"  

Thielko Grieß in Moskau:

"Die Russen essen gern Schokolade und noch viel lieber essen sie alle möglichen anderen Süßigkeiten. Ich habe gelernt, dass es für Russen absolut wichtig ist, immer Süßigkeiten im Haus zu haben oder sogar auf dem Tisch. Das können kleine Bonbons sein, das können Schokoladenpralinen-ähnliche Dinge sein. Meine Lieblingssüßigkeit ist hier in Russland ganz klar Halva. Das ist eine Masse aus Sonnenblumenkernen mit Schokolade umhüllt." 

Katharina Wilhelm in Los Angeles:

"Was mir auffällt in Kalifornien, wo ich lebe und auch arbeite, dass versucht wird, Schokolade als unglaublich gesund zu verkaufen. Es gibt hier den Trend zu sehr dunkler Schokolade. Die ist vermischt mit vermeintlich sehr gesunden Zutaten: mit Matcha-Tee, mit Chili gibt es die natürlich auch – also so eine scharfe Schokoladenform. Wo man sagt: Diese Schokolade ist zwar eine kleine Sünde, aber wir haben noch ganz viele gesunde andere Sachen reingetan."

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