Dienstag, 02.03.2021
 

Interview | Beitrag vom 22.02.2021

Konzept für VeranstaltungenVor Ort getestet ins volle Theater

Florian Kainzinger im Gespräch mit Axel Rahmlow

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Ein Mensch blickt in ein leeres Theater. (imago / Hans Lucas)
Das Konzept soll in großen Stadien und kleinen Theatern umzusetzen sein, sagt Gesundheitsökonom Florian Kainzinger. (imago / Hans Lucas)

Vom kleinen Stadttheater zum Fußballstadion: Ein Team aus Expertinnen und Experten schlägt der Politik ein Konzept vor, wie der Rückkehr zu Sport- und Kulturveranstaltungen wieder möglich ist.

Deutschland befindet sich in einem Schwebezustand: Der Frühling treibt die Menschen heraus. Die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern werden von vielen maximal großzügig ausgelegt. Auf der anderen Seite steht die Sorge um Mutationen des Coronavirus.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht nun mit einem vorsichtigen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown in mehreren Etappen einen Weg aus der Krise zu finden, gekoppelt mit mehr Tests – so ist jedenfalls von Mitgliedern des CDU-Präsidiums zu hören.

Maske tragen, Abstand halten, Gutachten einholen

Eine Öffnungsperspektive für Kultur- und Sportveranstaltungen liefert parallel ein Team aus 20 Virologen und Juristinnen, Sportmedizinern und Kultur-Expertinnen: "Schrittweise Rückkehr von Zuschauern und Gästen - Ein integrierter Ansatz für Kultur und Sport" heißt es. Florian Kainzinger ist Gesundheitsökonom und hat die Arbeit koordiniert.

Das Papier enthält viele bereits bekannte Zutaten: Hygienekonzepte rund ums Abstand halten, Maskentragen, Lüften. Hinzu kommen verschiedene Module, mit denen die Auslastung der jeweiligen Veranstaltung erhöht werden kann. Dazu würden zum Beispiel fachärztliche Gutachten oder Lüftungsgutachten zählen, erklärt Kainzinger. 

Veranstaltungen müssen allen zugänglich sein

Auch eine Vollauslastung sei möglich, jedoch nur, wenn man Besucherinnen und Besucher vor Ort testen lasse: "Das ist nicht nur etwas für große Stadien, sondern auch etwas, das ein kleines Theater mit 100 bis 200 Plätzen umsetzen kann."  

Der Zugang zu Veranstaltungen sollte dabei allen möglich sein – nicht nur geimpften Personen, sagt Kainzinger. Aber natürlich müssten geimpfte Personen bei Veranstaltungen mit Testkonzept keinen Test mehr machen. "Das heißt, sie können schneller in die Veranstaltungen reinkommen."

Ein Restrisiko bleibe aber natürlich bestehen, sagt Kainzinger, ähnlich wie es auch bei anderen Krankheiten der Fall sei.

(sed)

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