Konzept der kommenden Biennale in Venedig vorgestellt

    Gondeln liegen in der Nähe des Markusplatz am Ufer.
    Venedig © picture alliance / dpa / Felix Hörhager
    Kunstfans freuen sich auf Mai, denn dann ist in Venedig wieder Biennale-Zeit. Das diesjährige Konzept wurde jetzt offiziell vorgestellt. Ein fünfköpfiges Team realisiert die Ideen der verstorbenen Kuratorin Koyo Kouoh – und hat die beteiligten 111 Künstlerinnen und Künstler vorgestellt. Beobachter sagen, das Festival setzt statt auf Spektakel auf Zuhören und Langsamkeit. Der Titel der Hauptausstellung lautet "In Minor Keys", was so viel heißt wie "in Moll". In die globale Krisenstimmung, in das "Spektakel der Katastrophen" will diese Biennale nicht einsteigen. "Schalte einen Gang herunter und stimme dich auf die Frequenzen der Moll-Tonarten ein", so hatte es Kouoh selbst noch formuliert. Als literarische Referenzen nennt ihr Team Toni Morrisons "Beloved" und Gabriel García Márquez’ "Hundert Jahre Einsamkeit": Texte, die Schwellen zwischen Lebenswelten und magischem Realismus beschwören. Politaktivismus soll demnach nicht im Mittelpunkt stehen. Vielmehr kündet das Expertenteam eine Rückbesinnung auf die ureigenen Qualitäten der Kunst an: Zwischenräume und Welten der Imagination zu öffnen, emotional, sinnlich, subjektiv zu sein, uns zum Träumen und zum Staunen anzuregen. Die Biennale öffnet am 9. Mai für das Publikum und läuft bis zum 22. November.