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Kompressor | Beitrag vom 13.02.2020

Kompressor DeluxeNichtstun in Computerspielen

Moderation: Teresa Sickert

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Eine Kaffeetasse, über der die zwei Optionen "Trash it" und "Serve it" stehen. (Toge Productions)
Cappuccino oder Flat White? In dem Spiel "Coffee Talk" mixt die Spielerin Kaffee für Außerirdische. (Toge Productions)

Ballern, erobern, erbeuten – und das unter Zeitdruck: Games steigern den Adrenalinspiegel. Aber es geht auch anders. In manchen kann man auch die Seele baumeln lassen, träge klicken oder gar nichts tun. Eine Sendung über die virtuelle Entschleunigung.

Es muss nicht immer die Jagd nach dem nächsten Highscore sein: Längst sind Computerspiele so detailliert gestaltet, dass sie auch zum Verweilen und Betrachten der virtuellen Umgebung einladen. Oder einfach eine schöne Landschaft liefern, in die man sich flüchten kann und die unabhängig von Spielzielen erkundet und erlebt werden will.

Oder sie sind von vornherein so angelegt, dass man in ihnen praktisch nicht viel tut – wie in dem Spiel "Coffee Talk". Hier bereitet man als Barista in einem verträumten Café Kaffeespezialitäten zu, um einer aus Orks und Elfen bestehenden Kundschaft ihre Lebensgeschichten zu entlocken.

Mit unserem Game-Experten Marcus Richter findet sich Moderatorin Teresa Sickert für diesen tiefenentspannten Kompressor Deluxe mit einem heißen Pumpkin Spice Latte am Cafétresen ein und lässt sich den Reiz dieses Spiels erklären.

Hinzu kommen unsere Gäste: Die Kulturjournalistin Sarah Rudolph, die uns an die Hand nimmt für eine Reise zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in der Game-Galaxis - natürlich stilecht mit einem Reiseführer. Und der Spieleforscher und -designer Michael Sträubig, der mit einem Flugsimulator schon mal von Deutschland nach New York geflogen ist – in Echtzeit.

Was uns interessiert: Woher kommt diese neue Lust am Nichtstun in virtuellen Welten? Ist sie wirklich so neu? Ist digital vielleicht wirklich besser, wie Tocotronic einst sangen? Welche Bedürfnisse werden hier angezapft? Oder ist das hier einfach nur Kunstgenuss mit anderen Mitteln?

(Redaktion: Jule Hoffmann und Thomas Groh)

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