Komischer Minimalismus
In den 70er Jahren wurde der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger berühmt durch seine komischen Alltagsbeobachtungen. Seine Hauptfigur war der Postbeamte Emil. Nach langjähriger Bühnenabstinenz kehrt der Meister des komischen Minimalismus nun mit einer "kabarettistischen Lesung" zurück.
Emil Steinberger sieht einen wesentlichen Unterschied in der Mentalität der Deutschen und der Schweizer:
" Die Deutschen sind lauter, wer laut ist, wird ja auch eher wahrgenommen, wir Schweizer sind da etwas diskreter…"
Das macht sich auch im Verständnis von Humor bemerkbar, sagte Steinberger in Fazit:
"Ein guter Schweizer Humor ist, wenn die Seele gerührt wird, wenn es nicht irgend so ein flashartiger Gag oder Witz ist, sondern wenn es einen irgendwie berührt, dann bekommt der Humor und die Komik viel mehr Wert, als wenn es irgendein Slapstick-Humor wäre."
Nachdem Steinberger seine Bühnenfigur, den Postbeamten Emil, 1987 in Pension geschickt hat, kommt dieser nun bei seiner "kabarettistischen Lesung wieder zum Vorschein:
"Ich wollte ja gar nicht mehr auf die Bühne gehen, aber wenn man ein Buch schreibt, dann kommt halt der Verleger und sagt: Mach doch mal eine Lesung in einer Buchhandlung! (…) Von diesen 100 Minuten lese ich ja vielleicht 10 oder 15 Minuten, aber das Wort Lesung ist dann halt trotzdem im Titel drin geblieben. Ich weiß, die Leute gehen nicht gern auf Lesungen, die haben einen Horror vor Lesungen, deshalb muss ich das Wort "eine kabarettistische Lesung" davor setzen, damit man merkt, das ist nicht eine normale Lesung. Und der Emil ist natürlich auch dabei, der gehört zu mir."
Sie können das Gespräch mit Emil Steinberger in der rechten Spalte hören (Audio-Link). Die Tourneedaten finden Sie auf seiner Website Emil Steinberger - Edition E.
" Die Deutschen sind lauter, wer laut ist, wird ja auch eher wahrgenommen, wir Schweizer sind da etwas diskreter…"
Das macht sich auch im Verständnis von Humor bemerkbar, sagte Steinberger in Fazit:
"Ein guter Schweizer Humor ist, wenn die Seele gerührt wird, wenn es nicht irgend so ein flashartiger Gag oder Witz ist, sondern wenn es einen irgendwie berührt, dann bekommt der Humor und die Komik viel mehr Wert, als wenn es irgendein Slapstick-Humor wäre."
Nachdem Steinberger seine Bühnenfigur, den Postbeamten Emil, 1987 in Pension geschickt hat, kommt dieser nun bei seiner "kabarettistischen Lesung wieder zum Vorschein:
"Ich wollte ja gar nicht mehr auf die Bühne gehen, aber wenn man ein Buch schreibt, dann kommt halt der Verleger und sagt: Mach doch mal eine Lesung in einer Buchhandlung! (…) Von diesen 100 Minuten lese ich ja vielleicht 10 oder 15 Minuten, aber das Wort Lesung ist dann halt trotzdem im Titel drin geblieben. Ich weiß, die Leute gehen nicht gern auf Lesungen, die haben einen Horror vor Lesungen, deshalb muss ich das Wort "eine kabarettistische Lesung" davor setzen, damit man merkt, das ist nicht eine normale Lesung. Und der Emil ist natürlich auch dabei, der gehört zu mir."
Sie können das Gespräch mit Emil Steinberger in der rechten Spalte hören (Audio-Link). Die Tourneedaten finden Sie auf seiner Website Emil Steinberger - Edition E.
