Kolumbiens Nationalmuseum muss politische Exponate wieder ausstellen

Kolumbiens Nationalmuseum muss fast 50 auf Anordnung der Regierung entfernte Ausstellungsstücke wieder ausstellen. Laut der Zeitung "El Tiempo" entschied ein Gericht, dass die Stücke innerhalb von 48 Stunden wieder an ihrem ursprünglichen Ort hängen müssen. Es ging vor allem um Dokumente der Frauen- und Bürgerrechts-Bewegung und um Unterlagen über queere Menschen und Indigene. Zu den Ausstellungsstücken gehört auch der Stift, mit dem das Friedensabkommen mit den Farc-Rebellen unterzeichnet wurde. Die Regierung äußerte sich bislang nicht zu dem Gerichtsentscheid. Der neue Präsident de la Espriella verfolgt laut eigenen Aussagen einen "Kulturkampf gegen woke Ideen".