Kolumbiens Nationalmuseum muss politische Exponate aufheben

Kolumbiens Nationalmuseum muss fast 50 Ausstellungsstücke aufbewahren, die auf Anordnung der Regierung entfernt wurden. Ein Richter gab einem entsprechenden Antrag auf einstweilige Verfügung statt. Die amtierende rechtskonservative Regierung von Präsident de la Espriella hatte die Anweisung letzte Woche erteilt. Es ging vor allem um Dokumente der Frauen- und Bürgerrechts-Bewegung und um Unterlagen über queere Menschen und Indigene. Dazu gehört auch der Stift, mit dem das Friedensabkommen mit den Farc-Rebellen unterzeichnet wurde. Die Daueraustellung gibt es seit 2021. Den Antrag zur einstweiligen Verfügung hatte der Generalsekretär der oppositionellen Partei Unión Patriotica, Yáñez, eingereicht. Er sprach von einem "ersten Sieg in der Verteidigung der Erinnerung, der gesellschaftlichen Diversität und Würde". Wegen der Anweisung der Regierung gab es immer wieder Proteste vor dem Museum.