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Fazit / Archiv | Beitrag vom 28.09.2019

"König Lear" an den Kammerspielen MünchenDas Ende des weißen alten Mannes

Sven Ricklefs im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

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Die Schauspieler Samouil Stoyanov als Narr und Thomas Schmauser als König Lear auf der Bühne der Münchner Kammerspiele während der Aufführung des Stücks "König Lear" von William Shakespeare in einer Neuinszenierung von Stefan Pucher. (Arno Declair)
Die Schauspieler Samouil Stoyanov (li.) und Thomas Schmauser in "König Lear" an den Münchner Kammerspielen. (Arno Declair)

Der Regisseur Stefan Pucher hat Shakespeares "König Lear" in einer neuen Übersetzung und Bearbeitung von Thomas Melle in München auf die Bühne gebracht. Unseren Theaterkritiker Sven Ricklefs hat die neue Sicht auf den alten Stoff überzeugt.

In seiner Bearbeitung des Stücks "König Lear" spiegele der Schriftsteller Thomas Melle den heutigen Umbruch wider, "das Ende des weißen, alten Mannes, der noch in seinem letzten Aufbäumen ist und die Übernahme der Macht der Frauen", so unser Kritiker Sven Ricklefs. Die ganze Inszenierung zeichne sich durch etwas Verzerrendes und Überzeichnendes aus. 

Die Schauspieler Samouil Stoyanov, Thomas Schmauser und Gro Swantje Kohlhof auf der Bühne der Münchner Kammerspiele während der Aufführung des Stücks "König Lear" von William Shakespeare in einer Neuinszenierung von Stefan Pucher. (Arno Declair)Die Schauspieler Samouil Stoyanov (li.), Thomas Schmauser und Gro Swantje Kohlhof auf der Bühne der Münchner Kammerspiele. (Arno Declair)

Einerseits beschäftige sich die Inszenierung sehr ernsthaft mit der sich verschiebenden Machtkonstellation, könne auf der anderen Seite aber auch nicht von ihrem poppigem Humor lassen. "Es ist immer auch eine Ironie dabei, ohne allerdings den ernsthaften Kern dieser sehr einleuchtenden Neusicht auf den alten Lear auch nur einmal zu verraten", so Ricklefs.

(rja)

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