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Wortwechsel | Beitrag vom 19.07.2019

Klinikschließungen in der Diskussion Wie sichern wir eine gute medizinische Versorgung für alle?

Moderation: Monika van Bebber

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Eine Krankenschwester kontrolliert in Berlin an der Charite einen Patienten während einer Kältetherapie nach einem Herzstillstand.  (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)
Kontrolle von Patientendaten an der Berliner Charite. Diese riesige Klinik stellt die Studie nicht in Frage. (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)

Eine Studie sorgt für Diskussion: Mehr als jedes zweite der 1400 Krankenhäuser in Deutschland sollte geschlossen werden, so die Empfehlung. Die These: Weniger Standorte, bessere Versorgung. Ist das realistisch? Was sind die Alternativen?

Deutschland leistet sich eines der teuersten Gesundheitssysteme der Welt: Jeden Tag werden dafür mehr als 1,1 Milliarden Euro ausgegeben. Doch die Strukturen sind ineffizient, die Angebote ungleich verteilt: In den Städten herrscht Überversorgung, auf dem Land machen Praxen dicht, weil der Nachwuchs fehlt.

Und: Es gibt zu viele Krankenhäuser, behauptet zumindest eine aktuelle Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, in er es heißt, jede zweite der rund 1400 Kliniken könne geschlossen werden. Eine Reduzierung auf deutlich unter 600 Häuser würde die Qualität der Versorgung verbessern und bestehende Engpässe bei Ärzten und Pflegepersonal mildern. Die Kritiker der Studie warnen vor einem Kahlschlag, so würden die ländlichen Regionen noch mehr abgehängt.

Wie können wir eine gute medizinische Versorgung für alle sichern?
Was muss getan werden, um mehr Ärzte und Pflegepersonal aufs Land zu holen?
 

Darüber diskutieren:
Prof. Dr. Wolfgang Greiner, Inhaber des Lehrstuhls für Gesundheitsökonomie und Gesundheitsmanagement an der Universität Bielefeld
Dr. Karin Harre, Vorsitzende des Hausärzteverbandes Brandenburg e.V.
Dr. Michael de Ridder, Mediziner und Autor
Prof. Dr. Andrew Ullmann, Obmann der FDP-Fraktion im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages

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