Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature

Montag, 17.02.2020
 
Seit 19:30 Uhr Zeitfragen. Feature

Zeitreisen / Archiv | Beitrag vom 28.08.2013

Kings Traum und Claibornes Wirklichkeit

Der lange Marsch schwarzer Südstaaten-Studenten zur Gleichberechtigung

Von Thomas Jaedicke

 Martin Luther King hält seine berühmte Rede  "I Have a Dream" in Washington. (AP)
Martin Luther King hält seine berühmte Rede "I Have a Dream" in Washington. (AP)

Erst 1963, 100 Jahre nachdem Abraham Lincoln die Sklaverei offiziell abgeschafft hatte, konnte sich der erste afroamerikanische Student an der renommierten Duke Universität in North Carolina einschreiben. Die elitäre Privathochschule ist ganz der evangelisch-methodistischen Glaubenstradition verpflichtet, die allen Menschen dieser Erde Gottes Gnade verspricht.

Zwar war die US-Bürgerrechtsbewegung 1963 auf dem Höhepunkt. Martin Luther King hielt in Washington seine berühmte Rede, in der er die Durchsetzung der Bürgerrechte für alle Amerikaner forderte.

Aber im Cotton Belt, tief im Süden der USA, war Gleichberechtigung noch ein Fremdwort. C.B. Claiborne, aufgewachsen in einem Ghetto in Danville, Virginia, bis 1865 die Hauptstadt der Konföderierten Staaten von Amerika, war einer der ersten schwarzen Studenten an der Duke-Uni. Trotz des offenen Rassismus, der ihm dort entgegenschlug, wurde er Marketingprofessor.

Doch seine erfolgreiche Karriere steht nicht stellvertretend für seine Generation. Viele andere schwarze Amerikaner hatten nicht so viel Glück, Biss und Durchhaltewillen wie C.B. Claiborne.

Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument oder im barrierefreien Textformat

Zeitreisen

GesellschaftFlaneure der Aufmerksamkeit
Er liebt den Boulevard und die große Pose. Julian F.M. Stoeckel auf dem Kurfürstendamm in Berlin. (Tim Wiese)

Was zeichnet Prominenz aus? Warum gilt sie als so erstrebenswert und ermöglichen die neuen Medien tatsächlich jedem 15 Minuten Berühmtheit, wie es Andy Warhol einst prognostiziert hat?Mehr

Kultivierte NaturDie Welt im Kleinen retten
Jemand begießt Salatpflanzen mit Wasser. (picture alliance / dpa)

Seit einigen Jahren sprechen viele von einer Renaissance des Gartens. Landzeitschriften und Gartenbücher erreichen hohe Auflagen. Dabei ist das eigentlich kein neuer Trend: Auch im letzten Jahrhundert stand Gartenarbeit hoch im Kurs.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur