KI-Analyse zweier Van-Eyck-Gemälde lässt Zweifel an Echheit aufkommen

Eine KI-Analyse zweier Gemälde von Jan van Eyck lässt Zweifel aufkommen, ob sie wirklich von dem flämischen Künstler aus dem 15. Jahrhundert stammen. Das berichtet die britische Zeitung ”The Guardian”. „Der heilige Franz von Assisi empfängt die Stigmata“ lautet der Titel zweier fast identischer, unsignierter Gemälde, die im Philadelphia Museum of Art und im Königlichen Museum in Turin hängen. Sie gehören zu den wenigen erhaltenen Werken, die dem Künstler zugeschrieben werden. Die von dem Schweizer Unternehmen Art Recognition durchgeführten wissenschaftlichen Tests konnten jedoch keine Pinselstriche von Van Eyck nachweisen. Till-Holger Borchert, einer der führenden Van-Eyck-Forscher, sagte, die Ergebnisse stützten die Theorie, dass es sich bei beiden Versionen um Ateliergemälde handele – also um Werke, die in der Werkstatt des Künstlers entstanden, aber nicht unbedingt von ihm selbst gemalt worden seien.