Kennedy Center löscht Trumps Namen von Dokumenten und Schildern

Nach einem Gerichtsurteil von der vergangenen Woche verbannt das Kennedy Center in Washington den Namen von US-Präsident Donald Trump aus offiziellen Dokumenten. Mitarbeiter der Kultureinrichtung wurden in einem internen Schreiben angewiesen, Trumps Name "sofort" aus E-Mail-Signaturen, Briefköpfen und von Anrufbeantwortern zu entfernen. Darüber berichten mehrere US-Zeitungen. Bis zum 12. Juni müssen demnach zusätzlich Webseite, Broschüren und Schilder im Innen- und Außenbereich geändert werden. Ein Richter hatte entschieden, dass Trumps Name wieder von der Fassade des Kulturzentrums verschwinden muss. Zudem darf es zumindest vorläufig nicht wie von Trump geplant im Sommer für zwei Jahre wegen Renovierungsarbeiten geschlossen werden. Trump hatte das Kennedy Center kurz nach seinem Amtsantritt vor gut einem Jahr unter seine Kontrolle gebracht und einen Kampf gegen "anti-amerikanische Propaganda" in der Kulturwelt angekündigt. Er entließ mehrere Mitglieder des Kuratoriums und übernahm den Vorsitz. Im Dezember wurde das Kennedy Center in Trump Kennedy Center umbenannt. Das führte zu großem Protest, Künstler sagten Auftritte ab. In dem Bau des Kennedy Centers am Potomac-Fluss werden traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik gezeigt. Das Haus wurde nach dem früheren Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt.