Keine Bundesmittel für den Betrieb des Turms der Potsdamer Garnisonkirche

    Der Kirchturm der Garnisonkirche in Potsdam vor einem blauen Himmel.
    Turm der Potsdamer Garnisonkirche © picture alliance / Schoening / Schoening
    Für den Betrieb des neuen Potsdamer Garnison-Kirchturms sollen keine Bundesmittel gewährt werden. Das geht aus einer Antwort von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos) auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsabgeordneten Isabell Vandre hervor, die diese am Donnerstag veröffentlichte. Es liege in der Verantwortung der Garnisonkirchen-Stiftung, den Betrieb dauerhaft zu finanzieren, so Weimer. Die Bundesregierung beteilige sich nicht, auch andere Bundesmittel für die Stiftung würden nicht in Aussicht gestellt. Der neue Turm der Potsdamer Garnisonkirche war im August 2024 eröffnet worden. Die Stiftung musste nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr Mittel aus einem kirchlichen Krisenfonds in Anspruch nehmen, um den Betrieb zu finanzieren. Hintergrund waren die geringen Besucherzahlen, die mit rund 30.000 nur halb so hoch ausfielen wie erwartet. Der Wiederaufbau des im Krieg zerstörten Turms war von Protesten begleitet gewesen. Kritiker sehen die Garnisonkirche als Symbol für die Machtergreifung der Nationalsozialisten.