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Forschung und Gesellschaft / Archiv | Beitrag vom 16.12.2010

"Kein Blut auf meinem Handy"

Der geochemische Fingerabdruck für kongolesisches Coltan

Von Jan Lublinski

Die Lage im Kongo ist geprägt von Anarchie und Gewalt. (AP)
Die Lage im Kongo ist geprägt von Anarchie und Gewalt. (AP)

Im Ost-Kongo herrschen Anarchie und Gewalt. Rebellenarmeen halten das Land in ihrem Würgegriff. Nahrungsmittel, Infrastruktur und medizinische Versorgung fehlen. Geld für Waffen ist indes im Überfluss da. Finanziert werden sie auch durch den Verkauf des seltenen Erzes Coltan.

Coltan ist sehr wertvoll. Es enthält das Metall Tantal, das für den Bau von kleinen, elektronischen Geräten verwendet wird. Geräte, die wir benutzen - täglich. Studien belegen, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen dem Krieg im Kongo und dem weltweiten Handy-, Digitalkamera- und Spielkonsolen-Boom gibt.

Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, Politiker und Wirtschaftsvertreter, vor allen aber Wissenschaftler wollen den Rebellen jetzt das Geschäft verderben. Sie setzten auf die Offenlegung von Handelsketten und auf neuartige geochemische Prüfsysteme, mit denen sich die Herkunft des Rohstoffes Coltan ganz genau bestimmen lässt. Nur durch diese Messungen im Labor kann man herausfinden, woher eine Lieferung wirklich stammt.


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