Kehrtwende in Bayreuth: Katharina Wagner entschuldigt sich bei Friedman

Kehrtwende in Bayreuth: Nach der Absage eines Gedenkkonzerts und einer damit verbundenen Ansprache von Michel Friedmann hat sich Festspielleiterin Katharina Wagner nun bei ihm entschuldigt. Das Konzert und der Auftritt des jüdischen Publizisten sollen wie geplant stattfinden. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte der 70-Jährige: "Katharina Wagner persönlich hat sich [...] nie mit dem das ganze Land prägenden Antisemitismus ihrer Vorfahren gemein gemacht – sehr im Gegenteil! Ich finde ihre Worte des Bedauerns an mich ernsthaft und glaubwürdig, und ich nehme ihre persönliche Bitte um Entschuldigung gerne an.“ Friedman sollte bei den 150. Bayreuther Festspielen über Antisemitismus, den Komponisten Richard Wagner und den Umgang mit der Nazi-Vergangenheit der Festspiele sprechen. Die Veranstaltung wurde mit dem Verweis auf "Sicherheitsbedenken" auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Absage des Konzerts war seit Tagen scharf kritisiert worden.