Karl-May-Verleger hofft auf eine Einigung mit dem Freistaat Sachsen

Der Bamberger Karl-May-Verleger Lothar Schmid hat sich optimistisch gezeigt, dass bei seinen Verhandlungen mit dem Freistaat Sachsen über den Verkauf des Karl-May-Archivs doch noch eine Einigung erzielt werden könnte.
Er hoffe bis zur letzten Minute, dass Sachsen den Nachlass übernehme und den Preis dafür nicht "ins Uferlose" drücke, sagte Schmid am Freitag im Deutschlandradio Kultur. Es wäre schade, wenn der zusammengehörende Nachlass durch Verkäufe auf dem freien Markt getrennt würde und nicht in Sachsen verbliebe, äußerte er.

Bei seinem letzten Gespräch im Dresdner Kultusministerium habe man durchaus Möglichkeiten gefunden, die beide Seiten zusammenbringen könnten, betonte Schmid. Er habe drei Varianten angeboten, aus denen bis zum 10. April eine Lösung gefunden werden solle. "Es heißt jetzt, ‚Ja oder Nein’, und ich kann nur empfehlen, dass das Ministerium es so annehmen wird."

Schmid verteidigte noch einmal den von ihm geschätzten Wert des Karl-May-Nachlasses, zu dem Gutachten in unterschiedlicher Höhe vorliegen. Bis zum 31. Dezember 2007 hätte er einen Preis von 12,8 Millionen Euro akzeptiert, mittlerweile habe es jedoch weitere Steigerungen auf dem Autographen-Markt gegeben. Jetzt liege der Wert des Karl-May-Archivs bei 15 Millionen Euro.


Das vollständige Gespräch mit Lothar Schmid können Sie bis zum 28.08.08 in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören. MP3-Audio