Kanye West verschiebt nach Kritik seinen Marseille-Auftritt

Der Druck auf US-Rapper Kanye West in Europa wächst: Nach dem Einreiseverbot durch die britische Regierung ist er nun den französischen Behörden zuvorgekommen und hat seinen geplanten Auftritt in Marseille auf unbestimmte Zeit verschoben. Das schrieb der Musiker auf X. Zuletzt war bekannt geworden, dass Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez das Konzert verbieten könnte. Kanye West, der inzwischen unter dem Namen Ye auftritt, sollte am 11. Juni im Velodrome in Marseille auftreten. Aus dem Umfeld des französischen Innenministers hatte es geheißen, dass die zuständigen Stellen sich über ein mögliches Konzertverbot beugten. Grund dafür seien antisemitische Aussagen Wests. Diese seien keinesfalls bloß eine Meinung, sondern in Frankreich eine Straftat. Bereits der Bürgermeister von Frankreichs zweitgrößter Stadt, Benoît Payan, hatte sich gegen den Auftritt ausgesprochen: "Ich weigere mich, dass Marseille eine Vitrine für diejenigen ist, die Hass und hemmungslosen Nazismus fördern." West sei im Marseiller Velodrome nicht willkommen.