Kaiser-Otto-Gebeine in Magdeburg sind echt

    Ein Gemälde des Herrschers Otto I., genannt Otto I. der Große. Es zeigt einen älteren Mann mit grauem langen Bart, er trägt einen prächtigen gelben Mantel, der bestickt ist, und trägt darunter rote Kleidung. In der linken Hand hält er den Reichsapfel, in der rechten das Zepter.
    Otto I. herrschte ab 936 über das Ostfrankenreich, in den folgenden Jahren erweiterte er sein Machtgebiet erheblich. Dieses Gemälde stammt aus dem 15. Jahrhundert, gemalt wurde es von Lukas Cranach dem Älteren. © imago images / UIG
    Sind sie es, oder sind sie es nicht - das war lange die Frage. Jetzt ist klar: Sie sind es. Die Rede ist von den Gebeinen von Kaiser Otto I., auch Otto der Große genannt, die im Herrschergrab im Magdeburger Dom bestattet sind. Sie stammen mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" vom 973 gestorbenen Kaiser, teilte das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt nach rund einjährigen Untersuchungen mit. Alter, Skelettmerkmale und Isotopenanalysen stimmen demnach mit den historischen Angaben überein. Genetische Vergleiche mit Heinrich II. bestätigen zudem die Verwandtschaft. Befunde weisen auf häufiges Reiten, auf Zahnerkrankungen und mögliche Gefäßveränderungen hin. Textilreste und Beigaben deuten darauf, dass das Grab später mehrfach verändert wurde.