Kaiser Otto der Große in Sarg aus Titan wieder beigesetzt

    Mitarbeiter vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt und von der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt heben im Hohen Chor des Doms den Sarg mit den Gebeinen von Kaiser Otto dem Großen in den Sarkophag.
    Feierliche Wiederbeisetzung von Kaiser Otto dem Großen © picture alliance / dpa / Klaus-Dietmar Gabbert
    Kaiser Otto der Große ist zurück in seinem Grab. Seine Gebeine wurden mehr als tausend Jahre nach seinem Tod wieder in ihre alte Ruhestätte eingesenkt - einen Kalkstein-Sarkophag im Magdeburger Dom. Vorausgegangen war eine aufwendige Sanierung des Herrschergrabes und eine wissenschaftliche Untersuchung der sterblichen Überreste. Auch einen neuen Sarg bekam Otto der Große; einer Neugestaltung einer Schmuck-Künstlerin aus Titan, Gold und Silber. Kulturstaatsminister Weimer sagte bei der feierlichen Zeremonie wörtlich: "Wir schreiben Weltgeschichte". Er betonte die Bedeutung des Kaisers als Europäer. Landesarchäologe Meller widerspach einer nationalistischen Deutung mit dem Hinweis, Otto sei mit Sicherheit kein deutscher Kaiser. "Und zwar deshalb, weil es zu der Zeit die Idee von Deutschland noch gar nicht gibt".