Kämpfen

    04.03.2013
    Ursprünglich vom zweikampf, namentlich vom kunstfertigen, nachher von streit aller art, vom kampf in der schlacht: "auf tod und leben wird gekämpft und herrlich / wird mancher pass durch blutige entscheidung."
    Tilmann Brück: "Kämpfen hat für mich zwei Bedeutungen. Einerseits kann Kämpfen etwas sehr Aggressives sein. Es hat mit Gewalt zu tun, man kämpft gegen andere, Soldaten kämpfen im Krieg mit Waffen, sie kämpfen gegen andere Menschen. Das ist ein sehr negativer Begriff. Kämpfen kann aber auch bedeuten, dass man sich mit Leidenschaft für etwas einsetzt, dass man sich engagiert, sich einbringt. Und natürlich können diese beiden Bedeutungen sich auch überschneiden: es gibt Menschen, die mit Engagement und mit Leidenschaft – aber auch mit Gewalt – für etwas kämpfen. Das ist also ein sehr zweischneidiger Begriff, der aber große Emotionen ausdrückt."

    Tilman Brück ist Leiter des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI.