Juwelen des Grünen Gewölbes in Dresden werden erst nach Prozessende ausgestellt

Die Juwelen aus dem Grünen Gewölbe in Dresden werden erst nach dem Prozess um den Diebstahl der Schmuckstücke wieder dort ausgestellt. Wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden SKD mitteilten, sind die Juwelen weiterhin Beweisstücke in dem Strafverfahren gegen sechs Angeklagte und dürfen darum derzeit nicht öffentlich präsentiert werden. Die SKD erklärten am heutigen Prozesstag zudem, dass sie in einem zivilrechtlichen Nebenverfahren Schadensersatzansprüche erheben wollen. Dabei werde es um den entwendeten Schmuck, aber auch um Schäden am Gebäude und an den Vitrinen gehen, die bei dem Einbruch entstanden seien. Am Dienstag hatte eine Restauratorin ausführlich über den Zustand der teilweise zurückgegebenen Stücke berichtet. Demnach sind einzelne Teile erheblich beschädigt oder unvollständig, etliche Diamanten und Brillianten fehlen. Es gibt zudem Kratzer, Verformungen und Feuchtigkeitsschäden. Die SKD will eine Expertenkommission einberufen, um mögliche Restaurierungsmaßnahmen zu diskutieren. Am 25. November 2019 waren aus dem Historischen Grünen Gewölbe 21 Schmuckstücke mit rund 4.300 Diamanten und Brillanten gestohlen worden. Der Wert der Kunstwerke wird auf rund 113 Millionen Euro geschätzt.