Jury der Venedig-Biennale will Länder mit Haftbefehlen aus Den Haag nicht berücksichtigen

    Die Biennale-Zentrale in Venedig mit dem Schriftzug des Testivals auf rotem Untergrund
    Die nächste Kunstbiennale von Venedig beginnt am 9. Mai 2026. © imago images / viennaslide
    Die Jury der Kunstbiennale von Venedig will bei der Preisvergabe keine Länder berücksichtigen, deren Staats- und Regierungschefs vom Internationalen Strafgerichtshof mit dem Vorwurf "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" konfrontiert sind. Die Jury unter dem Vorsitz der brasilianischen Kunsthistorikerin Solange Farkas berief sich bei ihrer Entscheidung auf ihr "Engagement für die Verteidigung der Menschenrechte". Konkrete Länder benannte sie nicht. Derzeit bestehen Haftbefehle des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Russlands Präsidenten Putin und Israels Regierungschef Netanjahu Haftbefehle. Um die Biennale von Venedig, die am 9. Mai beginnt, gibt es schon länger Wirbel: Russland ist erstmals seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine wieder zugelassen. Die EU will der Biennale deswegen Zuschüsse in Millionenhöhe streichen. Die Biennale-Leitung betonte als Reaktion auf die Ankündigung der Jury, diese handele "in voller Autonomie und Unabhängigkeit des Urteilsvermögens".