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Konzert / Archiv | Beitrag vom 12.03.2017

Jonathan Nott bei der Jungen Deutschen PhilharmonieJunger Abgesang

Aufzeichnung aus der Berliner Philharmonie

Jonathan Nott dirigiert die Bamberger Symphoniker  (dpa / David Ebener)
Der Dirigent Jonathan Nott (dpa / David Ebener)

Ein Orchester aus den besten Musikstudierenden der Republik im Alter zwischen 18 und 28 Jahren ist die Junge Deutsche Philharmonie. An diesem Tag spielte sie in Berlin unter Leitung von Jonathan Nott Musik von Maurice Ravel, Gustav Mahler und Dmitrij Schostakowitsch.

Es ist das Zukunftsorchester, nicht nur jung, sondern demokratisch strukturiert und organisiert – die Junge Deutsche Philharmonie. Hier wird Berufsvorbereitung zum großen Konzert.

"Abgesang!" ist das Programm der aktuellen Frühjahrstournee überschrieben, wir bringen die Aufnahme des Matineekonzerts in der Berliner Philharmonie von diesem Sonntag. Abgesang heißt das Programm, weil die drei programmierten Werke auf den nahenden oder schon vollzogenen Untergang von Liebgewonnenem reagieren: Maurice Ravel blickte in seinen "Valses nobles et sentimentales" auf den goldene Zeitalter des Wiener Walzers zurück und weichte die Form mehr und mehr auf. Gustav Mahler wiederum nahm in seinen "Kindertotenliedern" einen Abschied von seinem eigenen Kind voraus, indem er die ergreifenden Texte Friedrich Rückerts vertonte. Dmitri Schostakowitsch schließlich blickte in seiner 15. und letzten Sinfonie auf ein bewegtes Leben zurück, eines voller Höhen und Tiefen – voller Ängste und Freude.

Jonathan Nott ist seit 2014 Erster Dirigent und künstlerischer Berater der Jungen Deutschen Philharmonie – ein Musiker, der sich auf "Zukunftsarbeit" versteht: "Diese jungen Musiker zu hören und zu sehen, ist eine wahre Freude, zumal wenn sie so kenntnisreich-bestimmend dirigiert werden wie von Jonathan Nott: eine Traumpaarung". Das konnte man im Kölner Stadtanzeiger im September 2016 lesen.

Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 12. März 2017

Maurice Ravel
"Valses nobles et sentimentales" für Orchester

Gustav Mahler
"Kindertotenlieder" nach Gedichten von Friedrich Rückert für eine Singstimme und Orchester

Dmitrij Schostakowitsch
Sinfonie Nr. 15 A-Dur op. 141

Michelle Breedt, Mezzosopran
Junge Deutsche Philharmonie
Leitung: Jonathan Nott

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