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Musik / Archiv | Beitrag vom 09.04.2014

JazzDer Gitarrengott als Sideman

Jim Hall: "Classic Quartets"

Von Matthias Wegner

Der Jazz-Gitarrist Jim Hall mit Posaunist Bob Brookmeyer im Hintergrund. (AP Archiv)
Der Jazz-Gitarrist Jim Hall (AP Archiv)

Jim Hall starb im Oktober des vergangenen Jahres im Alter von 83 Jahren. Er war jahrzehntelang einer der fähigsten Gitarristen des Jazz. Nun sind zwei frühe Aufnahmen aus den 60er-Jahren wieder aufgetaucht, auf denen Jim Hall als Sideman zu hören ist. Seine Chefs hießen damals Paul Bryant und Billy Taylor.

Jim Halls Karriere als Band-Leader kam in den 60er-Jahren noch nicht so richtig in Gang, er war aber ein sehr gefragter Studiomusiker und an vielen tollen Platten beteiligt. Unvergessen sind seine richtungsweisenden Alben an der Seite des Saxophonisten Sonny Rollins oder seine unglaublich lyrischen Duo-Alben mit dem Pianisten Bill Evans.

In diese Zeit fallen auch die beiden gerade unter dem Titel "Classic Quartets" wiederveröffentlichten Alben: Das zuverlässig gute Hard-Bop-Album "Impromptu" von 1962 an der Seite des Pianisten Billy Taylor und das bereits 1960 aufgenommene Album "Burnin". Ein Album, auf dem Jim Hall in der Band des Organisten Paul Bryant zu hören ist. Der wiederum blieb sein Leben lang völlig unterschätzt, wurde im Schatten des übermächtigen Jimmy Smith einfach viel zu oft überhört. Er hatte aber durchaus was drauf und hatte vor allem eine sympathische Lässigkeit in seinem Spiel, wenn er auf seiner guten alten Hammond B3 seine Finger tanzen ließ. Schön zu hören ist es, wie Jim Hall neben ihm den Sound moduliert und sich unaufdringlich, aber sehr beseelt artikuliert.

Label: Essential Jazz Classics

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