Japans Kulturbehörde will Manga international stärker vermarkten

Die japanische Regierung will Manga-Angebote international stärker vermarkten und besser gegen Piraterie vorgehen. Darum hat die Kulturbehörde gemeinsam mit Verlagen, Übersetzern und Vertriebsunternehmen ein Konsortium gegründet. Wie das Online-Magazin Sumikai berichtet, ist der Schaden durch illegale Manga-Produkte außerhalb Japans enorm: Er soll jährlich bei rund 15 Milliarden Euro liegen. Der legale Umsatz beläuft sich dagegen auf etwa vier Milliarden Euro. Ein Schritt, den die Kulturbehörde und ihre Partner darum planen: Sie wollen neue Manga zeitnah für internationale Märkte verfügbar machen, etwa durch schnellere und hochwertige Übersetzungen. Derzeit erscheinen Manga oft erst mit großer Verzögerung im Ausland. Dem Bericht zufolge liegt das unter anderem daran, dass Verlage sehr unterschiedliche gesetzliche Vorgaben zu Barrierefreiheit oder sexuellen Darstellungen beachten müssen. Manga spielen eine Schlüsselrolle für die japanische Unterhaltungsbranche. Viele erfolgreiche Anime-Serien, Filme und Videospiele basieren auf Manga-Vorlagen.