Islamwissenschaftler: Schäden an iranischen Kulturgütern "nicht so schlimm"

    Direktor Stefan Weber in der Ausstellung Kulturlandschaft Syrien.
    Der Islamwissenschaftler Stefan Weber: Er leitet das Museum für Islamische Kunst in Berlin © imago images / Emmanuele Contini
    Wie viele Kulturgüter der Krieg im Iran schon zerstört hat, ist schwer zu beurteilen. Das sagte hier im Deutschlandfunk Kultur der Islamwissenschaftler Stefan Weber. Die Schäden seien aber "Gott sei dank nicht so schlimm". Weber ist Direktor des Museums für Islamische Kunst in Berlin, er beruft sich bei seiner Beurteilung auch auf Social-Media-Kanäle des iranischen Kulturministeriums. Dort würden Filme von Gebäuden gezeigt und man könne Nachrichten mit den Bilder vergleichen. Große, wichtige Paläste wie der Golestanpalast in Teheran seien nicht direkt bombadiert worden. Aber durch Bombardierungen im Umfeld würden Fenster herausfliegen und Putz abfallen. Gleich zu Beginn der israelischen und US-Angriffe auf Teheran vor rund vier Wochen war der zum Unesco-Weltkulturerbe zählende Golestanpalast beschädigt worden. Er ist eines der ältesten Monumente in der Hauptstadt und diente früher als Residenz der Kadscharen-Dynastie vom 18. bis 20. Jahrhundert.