Iranischer Filmemacher Mohammed Rassulof wieder frei

    Das Foto zeigt ein Handy, darauf ist der iranische Regisseur Mohammed Rassulof zu sehen.
    Der iranische Regisseur Mohammed Rassulof - hier auf einem Handy zugeschaltet bei der Berlinale 2020. © AFP
    Der iranische Filmemacher Mohammed Rassulof ist einem Medienbericht zufolge nach rund sieben Monaten im Gefängnis in Teheran freigelassen worden. Das berichtet das iranische Nachrichtenportal "Eghtesad-News". Rassulof war im Juli letzten Jahres wegen angeblicher Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Zusammenarbeit mit Regimegegnern verhaftet worden. Seine Verhaftung stand im Zusammenhang mit dem Einsturz einer Einkaufspassage in der südwestiranischen Stadt Abadan im Mai 2022, bei dem mehr als 40 Menschen ums Leben kamen. Daraufhin gab es in Abadan regimekritische Proteste, die von Polizei und Sicherheitskräften gewaltsam unterdrückt wurden. Mit dem angeblich von Rassulof initiierten Appell und dem Hashtag "Put your gun down" (Legt eure Waffe nieder) forderten über 70 Personen aus der iranischen Filmindustrie ein Ende der Polizeigewalt. Der 50-jährige Rassulof, der abwechselnd in Hamburg und Teheran lebt, gilt als regimekritischer Regisseur. Trotz langjährigen Berufsverbots schaffte er es immer wieder, Filme zu drehen. 2020 gewann er bei der Berlinale den Goldenen Bären für seinen Film "Es gibt kein Böses".