Iranische Theatermacher können nicht zu den Ruhrfestspielen reisen

Wochenlang hatten die Organisatoren der Ruhrfestspiele versucht, dass eine iranische Produktion doch noch bei dem Festival im Mai gezeigt wird. Nun ist klar, dass die Shieveh Theater Company nicht nach Deutschland reisen kann. Weil es weder Flüge noch Visa gibt, schreibt die Süddeusche Zeitung, und die Theatermacher im Visier des Staates seien. Aus dem Iran schrieben sie aber an die Ruhrfestspiele, dass sie überzeugt seien, dass Theater stärker sei als Krieg. „Das Kind“ ist ein Drama der in den USA lebenden Autorin Naghmeh Samini. Inszeniert hat es in Iran die Regisseurin Afsaneh Mahian. Eigentlich hätte es das Schauspielprogramm des Festivals eröffnen sollen. Das Stück handelt von Frauen auf der Flucht, einem Neugeborenen, vom Geburtsort als Schicksal und der Festung Europa. Eine Ersatzveranstaltung wird es nicht geben. Die 80. Ausgabe der Ruhrfestspiele findet vom 1. Mai bis zum 13. Juni in Recklinghausen statt.