Iranische Sängerin Parastoo Ahmadi zu Peitschenhieben und Berufsverbot verurteilt

    Das Foto zeigt die iranische Sängerin Parastoo Ahmadi bei ihrem Live-Konzert im Iran - ohne Kopftuch, in einem schwarzen Kleid.
    Die Sängerin Parastoo Ahmadi ohne Kopftuch und schulterfrei. Ein iranisches Gericht hat sie jetzt verurteilt. © Screenshot Youtube / Parastoo Ahmadi, abgerufen am 13.12.2024
    Peitschenhiebe und Berufsverbot, das ist die Strafe für die iranische Sängerin Parastoo Ahmadi. Nach einem Bericht von BBC Persian hat sie laut Gerichtsurteil "unsittliche Inhalte" verbreitet und damit gegen die öffentliche Moral verstoßen. Die 29-Jährige war vor anderthalb Jahren ohne Kopftuch und in einem Kleid ohne Ärmel in der historischen Stätte Dayr-e Gachin Caravanserai aufgetreten. Das Konzert ohne Publikum wurde auf Youtube innerhalb von wenigen Tagen eine Million Mal angeklickt, bis heute hat es fast drei Millionen Aufrufe. Damals waren Ahmadi und ihre Musiker zwar festgenommen, aber wegen des öffentlichen Drucks wieder freigelassen worden. Jetzt kam das Urteil: 74 Peitschenhiebe und ein zweijähriges Ausreise- und Berufsverbot für sie und acht weitere Mitglieder ihres Teams. Das berichten BBC Persian und die Human Rights Activists News Agency HRNA. Laut iranischem Gesetz dürfen Frauen in der Öffentlichkeit nicht singen und den Hijab ablegen. Menschenrechtsgruppen kritisieren das Urteil als weiteren Eingriff in die künstlerische Freiheit im Iran.