Iranische Justiz bestätigt Haftstrafe gegen Filmemacher Jafar Panahi

Die iranische Justiz hat die einjährige Haftstrafe gegen den Regisseur Jafar Panahi bestätigt. Außerdem darf er nicht reisen und keiner politischen Vereinigung beitreten, wie sein Anwalt einer iranischen Nachrichtenagentur mitteilte. Panahi war im Dezember vergangenen Jahres in Abwesenheit verurteilt worden, wegen "Propaganda gegen das Regime". Als zentralen Beweis führte das Gericht den heimlich gedrehten Film "Ein einfacher Unfall" an. Damit gewann Panahi 2025 die Goldene Palme in Cannes und war für den Oscar nominiert. Trotz drohender Haft kehrte er kürzlich in den Iran zurück. Der Regisseur gilt als prominenter Kritiker des islamischen Systems. In den den vergangenen zwanzig Jahren war er mehrere Male verurteilt worden, zuletzt saß er 2023 im berüchtigten Gefängnis Evin in Haft.