Iranische Filmemacher freuen sich über neue Oscar-Regeln

    Das Foto zeigt viele goldene Oscar-Figuren.
    Die neuen Regeln für den Auslandoscar stärken unabhängige Filmemacher. © imago / ZUMA Wire
    Die Oscar-Akademie in Los Angeles hat ihre Regeln für die Kategorie "bester internationaler Spielfilm" geändert. Begeistert davon ist der iranische Verband unabhängiger Filmemacher, der die neuen Regeln einen „großen Erfolg“ nennt. Ab 2027 bestimmen nicht nur die offiziellen Auswahlkomittees den Kandidaten, sondern einzelne Filmemacher können sich über Preise auf großen Festivals qualifizieren, schreibt das US-Brancheblatt Variety. Dazu gehören auch die Filmfestivals von Cannes, Berlin und Venedig. Von der neuen Regel profitieren unabhängige Filmemacher weltweit, insbesondere, wenn sie unter autokratischen Regimen leben. So zitiert Variety den iranischen Verband unabhängiger Filmemacher weiter. Regimekritische Filme werden nach Angaben des Verbandes oft nicht für die Oscars eingereicht. Als Beispiel wird Jafar Panahis Film „Ein einfacher Unfall“ genannt, der in Cannes die Goldene Palme gewann. Iran hatte ihn nicht für die Oscars nominiert, stattdessen ging er für Frankreich ins Rennen. Aus demselben Grund startete im Jahr zuvor „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ des iranischen Autors Mohammad Rasoulof für Deutschland.