Internationales Sahara-Filmfestival ruft zum Boykott von "Odyssee" auf

Das Internationale Sahara-Filmfestival "FiSahara" hat zum Boykott des Films "Odyssee" von Christopher Nolan aufgerufen. Hintergrund ist, dass dieser teilweise in der Westsahara gedreht wurde. Die Westsahara ist bis 1975 eine ehemalige spanische Kolonie gewesen und wird von den Vereinten Nationen als nicht autonomes Gebiet betrachtet. Seit 50 Jahren tobt dort ein Konflikt zwischen Marokko und den von Algerien unterstützten Unabhängigkeitskämpfern der Polisario-Front. Marokko betrachtet die Westsahara als integralen Bestandteil seines Staatsgebiets. Die Veranstalter werfen Nolan vor, das Völkerrecht, insbesondere das Recht des sahrauischen Volkes auf sein Territorium und seine Ressourcen, mit Füßen getreten zu haben. Bereits im vergangenen Jahr hatte das FiSahara Christopher Nolan dazu gedrängt, die in Dakhla gedrehten Aufnahmen nicht zu verwenden.