International Booker-Literaturpreis für Yang Shuang Zi und Übersetzerin Lin King

    Die taiwanesische Autorin Yang Shuang-zi (rechts) und die Übersetzerin Lin King mit dem International Booker Prize. Sie halten jeweils eine Statuette in silber.
    Die taiwanesische Autorin Yang Shuang-zi (rechts) und die Übersetzerin Lin King mit dem International Booker Prize. © picture alliance / Anadolu / Wiktor Szymanowicz
    Der International Booker-Literaturpreis geht in diesem Jahr an die taiwanische Autorin Yang Shuang Zi. Sie wurde am Abend von der Jury in London für ihren Roman "Taiwan Travelogue" mit dem wichtigsten britischen Literaturpreis ausgezeichnet. Yang ist die erste Taiwanerin, die den International Booker Prize gewinnt. Außerdem wurde erstmals ein im Original auf Mandarin verfasstes Buch mit ausgezeichnet. Das Preisgeld in Höhe von 50.000 Pfund teilt sich Yang mit ihrer Übersetzerin Lin King. "Taiwan Travelogue" spielt im von Japan besetzten Taiwan der 1930er Jahre. Es handelt von der Reise einer japanischen Schriftstellerin, ihren kulinarischen Abenteuern und der Beziehung zu ihrer taiwanischen Dolmetscherin. Das Buch überzeuge sowohl als Liebesroman als auch als scharfsinniger postkolonialer Roman, sagte die Jury-Vorsitzende Natasha Brown zur Begründung. Die beiden ebenfalls für den Preis nominierten deutschen Autoren gingen dagegen leer aus. Shida Bazyar war mit ihrem Debütroman "The Nights Are Quiet In Tehran" („Nachts ist es leise in Teheran“) von 2016 angetreten und Daniel Kehlmann mit dem 2023 erschienenen Roman "The Director" ("Lichtspiel").