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Fazit | Beitrag vom 30.06.2020

Interaktive Plattform "Earth Speakr"Ein inspirierender, spielerischer und kinderfreundlicher Raum

Ólafur Elíasson im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

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Ólafur Elíasson steht an einem Rednerpult und spricht in ein Mikrofon. (Malte Christians / picture alliance / dpa)
Will Kinder vernetzen: der Künstler Ólafur Elíasson. (Malte Christians / picture alliance / dpa)

Ólafur Elíasson hat die App "Earth Speakr" entwickelt - eine Plattform, die Kindern eine Stimme geben und sie vernetzen soll. Erwachsene gestalteten die Zukunft der Kinder oft, ohne ihnen überhaupt zugehört zu haben, kritisiert der Künstler.

Für die am 1. Juli beginnende deutsche EU-Ratspräsidentschaft konnte die Bundesregierung Ólafur Elíasson für ihr Kulturprogramm gewinnen. Der Künstler hat dafür mit seinem Team die App "Earth Speakr" entwickelt, die sich speziell an Kinder richtet, sie vernetzen und ihnen international eine Stimme geben soll. Die interaktive Plattform wird als Installation auch in Brüssel, Straßburg und Berlin zu sehen sein. 

Kinder werden oft nicht mit einbezogen

Die Idee zu "Earth Speakr" sei in ihm gereift, sagt Elíasson, als er sich mit "Fridays for Future" und anderen sozialen Bewegungen beschäftigt habe. Dabei sei ihm aufgefallen, dass es in den Gesellschaften der EU Menschen gebe, die sich offenbar nicht zugehörig fühlten. Und es seien besonders oft die Kinder, denen nicht zugehört werde. "Die alten Säcke, so wie ich, gestalten die Zukunft der Kinder und es ist komisch, dass wir die Kinder nicht mit einbeziehen."

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Bei den Vorbereitungen zur App hätten er und sein Team festgestellt, dass Kinder beispielsweise über Umwelt und Klimaschutz Bescheid wüssten, betont Elíasson: "Natürlich sind sie keine Wissenschaftler und es geht hier nicht um Daten, aber sie wissen sehr wohl, worum es geht."

Kinderstimmen das nötige Gewicht verleihen

Mit der App solle ein kreativer, inspirierender, spielerischer und kinderfreudlicher Raum eröffnet werden, in dem die Kinder ihren Aussagen das nötige Gewicht verleihen könnten, so der Künstler. Denn Kinder wollten mitreden, auf ihre eigene, spielerische Art, sagt Elíasson. Dass müssten nicht unbedingt gezielte Aussagen sein. "Es geht darum, einen Raum zu haben, in dem ein Kind sich wahrgenommen und gesehen fühlt."

(rja)

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