Integrationsbeauftragte: Mehr Engagement gegen Hass und Hetze im Netz

    Reem Alabali-Radovan, Staatsministerin für Integration im Kanzleramt
    Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan, hat nach eigener Aussage selbst etliche Erfahrungen mit Hass im Netz gemacht. © dpa-news / Frank Pfaff
    14.01.2022
    Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung Alabali-Radovan hat dazu aufgerufen, Beleidigungen, Sexismus und Rassismus im Netz nicht hinzunehmen. Es sei nicht zu bestreiten, dass sich menschenfeindliche, auch rechtspopulistisch Echokammern gebildet hätten, sagte die SPD-Politikerin in ihrem Grußwort zur diesjährigen Civis-Medienkonferenz. In diesen Echokammern würden nicht nur falsche Informationen verbreitet, sondern auch gezielt Aktionen gestartet mit dem Ziel, die Grenzen des Sagbaren zu verschieben. Alabali-Radovan beobachtet aber auch eine Gegenbewegung: Gerade in Zeiten von Corona sei ein Bewusstsein gewachsen, dass man Online und Offline besser aufeinander aufpassen müsse. Der Hass im Netz werde immer weniger hingenommen oder ignoriert, sondern benannt und bekämpft. "Damit dürfen wir nicht aufhören", betonte die Staatsministerin im Bundeskanzleramt. Die digitale Medienkonferenz der Civis-Stiftung beschäftigt sich mit der Frage "Journalismus und Social Media - Betreibende oder Getriebene?"