In Museen lagern immer noch Tausende Objekte aus Namibia

    Schild am Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg: Hier wird unter anderem erforscht, was bei der Stasi-Aktion "Licht" passierte.
    Schild am Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg. © picture alliance / ZB
    27.02.2024
    In Museen und Universitäten in Deutschland, der Schweiz und Österreich lagern immer noch mehrere Tausend Objekte aus Namibia. Das geht aus einer Studie des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste hervor. Die Autoren haben dazu erstmals Informationen aus rund 40 einschlägigen Einrichtungen zusammengetragen und insgesamt knapp 19.000 Gegenstände identifiziert, die zum großen Teil immer noch in den Beständen zu finden sind. Die meisten Objekte sind demnach in der Kolonialzeit nach Deutschland und in seine Nachbarstaaten gelangt. Namibia war zwischen 1884 und 1915 deutsche Kolonie. Eine der Autorinnen der Studie, Larissa Förster, sagte in Berlin, das seien erstaunlich hohe Zahlen, insbesondere, wenn man sie mit den Beständen des namibischen Nationalmuseums vergleiche, das etwa 1.600 Objekte beherberge.