In Japan entscheidet ein Gericht über den Schutz der menschlichen Stimme vor KI

    Der japanische Synchronsprecher Kenjiro Tsuda erhält am 27. November 2024 im Rahmen einer Preisverleihung im Bezirk Shibuya in Tokio den „Best Dresser Award“ in der Kategorie Unterhaltung.
    Der japanische Synchronsprecher Kenjiro Tsuda ist für seine Hauptrollen in Anime-Reihen wie „Jujutsu Kaisen“ und „Yu-Gi-Oh!“ bekannt. © picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Yoshinobu Goto
    Ein japanisches Gericht hat zugunsten des Schutzes der menschlichen Stimme vor Künstlicher Intelligenz entschieden. Ein bekannter Synchronsprecher hatte die Plattform TikTok wegen Videos verklagt, die seiner Meinung nach seine Stimme mithilfe von KI imitierten. Die Nachahmung des Aussehens oder der Stimme eines Schauspielers durch KI ist weltweit ein Thema - in Japan hat sie eine besondere Bedeutung, weil dort Synchronsprecher von "Animes" manchmal ebenso verehrt werden wie die Figuren selbst. Die Entscheidung stellt einen Teilerfolg für Kenjiro Tsuda dar, der für seine Hauptrollen in erfolgreichen Anime-Reihen wie „Jujutsu Kaisen“ und „Yu-Gi-Oh!“ bekannt ist. Seinen Antrag auf Löschung der Videos hat das Gericht jedoch abgelehnt. TikTok hatte laut Gerichtsunterlagen behauptet, dass es sich um eine "generische Männerstimme" handelt und eine Ähnlichkeit mit der von Tsuda "subjektiv" sei.