In Italien sorgt der geplante Olympia-Auftritt von Rapper Ghali für politische Debatten

    Der Rapper Ghali steht während einer Probe für ein Konzert auf einer Bühne.
    Ghali hatte sich in der Vergangenheit bei Konzerten kritisch zum Gaza-Krieg geäußert. © picture alliance / ipa-agency / Luca Ponti
    In Italien steht der geplante Auftritt des Rappers Ghali bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in der Kritik. Ghali ist für seine propalästinensischen Positionen bekannt. Vor zwei Jahren sorgte er beim Sanremo-Musikfestival mit der Aussage "Stoppt den Genozid!" für eine Kontroverse. Israels Botschafter in Rom warf dem Rapper daraufhin "Hass und Provokationen" vor. Der öffentlich-rechtliche Sender Rai, der das Festival übertragen hatte, distanzierte sich später von Ghalis Ausspruch. Die Regierungspartei Lega kritisiert Ghali nun laut Medienberichten als "Israelhasser". Die Opposition bezeichnete die Kritik an ihm dagegen als "präventive Zensur". Bei der Eröffnungsfeier am 6. Februar sollen unter anderem auch US-Sängerin Mariah Carey und der italienische Tenor Andrea Bocelli auftreten.