In Großbritannien wird die Verwendung von Musiktexten in Strafverfahren diskutiert

Die britische Politikerin und Menschenrechtsaktivistin Shami Chakrabarti fordert eine Gesetzesänderung wegen der Verwendung von Musiktexten in Strafverfahren.Derzeit kann die britische Polizei von Angeklagten verfasste Texte und sogar Auftritte im Hintergrund von Musikvideos als Beweis dafür vorlegen, dass ein Verdächtiger einer Gang angehört oder in kriminelle Aktivitäten verwickelt ist. Chakrabarti sagte der Zeitung ”The Guardian”, es sei absurd, den Musikgeschmack einer Person als Beweis für ihre kriminellen Absichten heranzuziehen. "Das ist so, als würde man sagen, dass meine Liebe zu Francis Ford Coppolas Film 'Der Pate' mich zu einem Gangster macht." Chakrabarti hat einen entsprechenden Änderungsantrag eingebracht, der diese Woche im Oberhaus debattiert werden soll.