Im Streit um Erstverkaufstage für Bücher ist keine Lösung in Sicht

    Eine Frau nimmt in einer Buchhandlung in Frankfurt am Main einen Roman aus dem Verkaufsregal.
    Im Streit um Erstverkaufstage für Bücher ist wohl keine Lösung in Sicht © picture alliance / Boris Roessler
    Diese Woche ist die Woche der unabhängigen Buchhandlungen. Viele kämpfen um ihre Existenz, aus ihrer Sicht auch deshalb, weil große Handelsketten und Verlage gegen Regeln zu Erstverkaufstagen verstoßen. Doch eine Lösung in dem Streit ist wohl nicht in Sicht. Zu dem Ergebnis kommt der Vorstand des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Seiner Aussage nach müssten verbindliche Erstverkaufstage für die gesamte Branche mit dem Bundeskartellamt abgesprochen werden – mit sehr vagen Erfolgsaussichten und hohem Verwaltungsaufwand. Anlass für die Prüfung war unter anderem ein offener Brief hunderter unabhängiger Buchhandlungen. Sie beklagen monatelange Umsatznachteile durch Vor-Veröffentlichungen oder exklusive Sonderausgaben. Als Beispiel nennt das Börsenblatt etwa den neuen Thriller von Sebastian Fitzek: Er tauchte vorzeitig im Buchhandel und als Internet-Präsentation einer großen Kette auf und war offenbar auch in Supermarkt-Filialen zu finden.