"Das ist gemeingefährlich"
05:42 Minuten

Durch Feuerwerk komme es regelmäßig zu schweren Körperverletzungen, sagt Jörg Radek von der Gewerkschaft der Polizei. Er hofft, dass sich die Zivilgesellschaft weiterentwickelt und das neue Jahr mit anderen Ritualen begrüßt.
Berlin hat mehr als 50 Böllerverbotszonen. Bremen, Hamburg und Dresden verfügen in der Silvesternacht ein komplettes Feuerwerksverbot. Und es werde mit Sicherheit kontrolliert werden, sagt Jörg Radek von der Gewerkschaft der Polizei. Dafür würden auch Zivilkräfte eingesetzt.
Die langjährige Erfahrung zeige, dass es – auch bei Feuerwerk aus Deutschland – bei falscher Anwendung zu schwerer Körperverletzung kommen kann, sagt er. Das Abbrennen von Feuerwerk sei "gemeingefährlich". Und das gelte erst recht für Leuchtkörper, die beispielsweise aus dem Nachbarland Polen besorgt würden. An der Grenze werde daher sehr genau kontrolliert.
Generelles Böllerverbot kaum durchsetzbar
Ein zentrales und generelles Böllerverbot lasse sich allerdings kaum durchsetzen. "Da stoßen wir wahrscheinlich an die Grenzen der Abwägungsprozesse, die wir auch schon in der Pandemie erlebt haben." Es sei schwierig, das rechtlich zu begründen und werde daher von den Gerichten oft gekippt.
"Wir müssen auch insgesamt ein Bewusstsein haben, dass wir uns an so einem Tag zusammennehmen und zusammenreißen und eben nicht Feuerwerk abbrennen", sagt Radek. Er hoffe, dass sich die Zivilgesellschaft da weiterentwickle und andere Rituale schaffe, ein neues Jahr zu begrüßen.
(huc)






