Hundertjähriger Streit beigelegt: Komponist Antonio Salieri bleibt in Wien bestattet

    Der Stephansdom in Wien vor wolkenlosem Himmel
    Der Komponist Antonio Salieri bleibt in Wien bestattet. Dort war er kaiserlicher Kammerkomponist, Direktor der italienischen Oper und Hofkapellmeister. © picture alliance / Weingartner-Foto / picturedesk.com
    Antonio Salieri, ein Zeitgenosse Mozarts, gehört zu den bedeutendsten Komponisten seiner Epoche. Er war in Wien kaiserlicher Kammerkomponist, Direktor der italienischen Oper und Hofkapellmeister. Geboren wurde er aber im norditalienischen Legnago. Darum stritten beide Städte mehr als einhundert Jahre um die letzte Ruhestätte des Komponisten. Nun ist der Zank zu Ende. Legnago hat die Forderung nach den sterblichen Überresten des Komponisten aufgegeben, schreiben österreichische Medien. Salieri bleibt also auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet. Demnach begründete der Bürgermeister von Legnago den Rückzug damit, dass die Forderung "aussichtslos" ist. Außerdem soll Salieri in einem Brief den Wunsch geäußert haben, in Wien bestattet zu werden. Die oft kolportierte Todfeindschaft zu Mozart gilt übrigens als Mythos; belegt ist aber ein berufliches Rivalitätsverhältnis.