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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 12.05.2017

Hoffen auf den Schulz-Effekt Die SPD vor ihrer Schicksalswahl?

Moderation: Birgit Kolkmann

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Der Parteivorsitzende der SPD Martin Schulz und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft heben am 02.04.2017 in Essen (Nordrhein-Westfalen) gemeinsam ihre Hand. Die NRW-SPD startet die "heiße Phase" des Wahlkampfes für die Landtagswahl in NRW. Foto: Bernd Thissen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ (dpa /Bernd Thissen)
Der SPD-Parteivorsitzende Martin Schulz und die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft bei einer Wahlkampfveranstaltung der SPD in Essen (dpa /Bernd Thissen)

Vor Wochen noch ließen sich die Sozialdemokraten von ihrer eigenen Begeisterung tragen: Der mit traumhafter Mehrheit gewählte Kanzlerkandidat Martin Schulz schien das Unmögliche möglich zu machen: Die Sozialdemokratie aus der schmerzhaften Fessel der Großen Koalition zu befreien und Kanzlerin Merkel abzulösen.

Der sogenannte Schulz-Effekt sollte die nötigen Wähler mobilisieren. So euphorisch war die Partei zum letzten Mal, bevor Gerhard Schröder Bundeskanzler wurde.

Der Absturz der SPD bei den Landtagswahlen im Saarland hat sie schmerzhaft zurück in die Realität geholt: Die Wähler vertrauen ihnen nicht – was erst geschieht, wenn sich die Schlappe von Saarbrücken beim anstehenden Urnengang in Nordrhein-Westfalen wiederholt? Denn die Erfahrung zeigt: Verliert die SPD in ihren Hochburgen, verliert sie auch im Bund.

Ist der Schulz-Effekt verpufft? Was muss die SPD tun, um das Ruder noch herumzureißen? Welche Bündnisse sollte sie eingehen? Und ist Martin Schulz überhaupt noch der richtige Kandidat?

Über diese und andere Fragen diskutierten im Wortwechsel auf Deutschlandfunk Kultur:

Karl Lauterbach, SPD

Renate Künast, Bündnis 90 / Die Grünen

Oskar Niedermayer, Parteienforscher, Professor an der FU Berlin

Moritz Küpper, Deutschlandfunk Kultur-Korrespondent in Nordrhein-Westfalen

Hören Sie hier das Gespräch in voller Länge:
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