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Neue Musik | Beitrag vom 19.03.2020

Hölderlin-Bezüge im Streichquartett von Luigi Nono...Geheimere Welt...

Von Mark Sattler

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Der italienische Komponist Luigi Nono, Foto von ca. 1988.  (imago)
Der italienische Komponist Luigi Nono (1924-1990) (imago)

Luigi Nonos 1980 uraufgeführtes Streichquartett "Fragmente,Stille - an Diotima" steht für 35 Minuten am Rande der Stille. In diesem Hölderlin-Stück suchte Nono "die große, aufrührerische Aussage mit kleinsten Mitteln.“

Im Juni 1980 wurde in der Beethovenstadt Bonn das Streichquartett von Luigi Nono uraufgeführt: "Fragmente, Stille - an Diotima". Es markiert nicht nur einen Wendepunkt in Luigi Nonos Schaffen, sondern fand einen ungeahnt großen Widerhall in den Partituren anderer Komponisten seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert.

Neu an diesem Stück waren sowohl der fragmentarische Charakter, als auch die konsequente Introvertiertheit des Werks.

Beethoven - Hegel - Hölderlin

Im Jahr 2020 feiert die Kulturwelt nicht nur den 250. Geburtstag von Beethoven. Etwas weniger geräuschvoll wird der Jubiläen des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel und des Dichters Friedrich Hölderlin gedacht. Alle drei kamen 1770 zur Welt.

Sie wuchsen in einer historisch bedeutsamen Zeit auf, die 1789 – sie waren 19 Jahre alt – in die Französische Revolution mündete. Dabei machten sie Erfahrungen, die sich nicht nur grundlegend in ihrem Metier niederschlugen, sondern auch in der Nachfolge Komponisten, Künstler, Literaten und Philosophen beschäftigen.

»…Geheimere Welt …«
Hölderlin-Bezüge in Luigi Nonos Streichquartett »Fragmente-Stille, an Diotima«
Von Mark Sattler

Produktion: Deutschlandradio Berlin 2010

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