Höhlenmalereien aus mehreren Jahrtausenden auf Sinai entdeckt

    Erodierter Felsen, Berglandschaft im südlichen Sinai zwischen Ain Khudra und Nuwaiba
    Im südlichen Sinai wurden Höhlenmalereien aus mehreren Jahrtausenden gefunden (Archivbild). © picture alliance / imageBROKER / Schoening
    Archäologen haben im Süden der ägyptischen Halbinsel Sinai Höhlenmalereien aus mehreren Jahrtausenden entdeckt. Die "Umm-Irak-Plateau" genannte Stätte ist eine etwa 100 Meter lange Felsformation. Zu sehen sind darauf zahlreiche Inschriften in antiker nabatäischer und arabischer Sprache, außerdem Tiere und Symbole. Die ältesten Zeichnungen sind 10.000 Jahre alt, die jüngsten aus der Zeit der islamischen Eroberung, also bis zum 8. Jahrhundert nach Christus. Der Leiter des ägyptischen Antiquitätenrates sprach von "einem natürlichen Freiluftmuseum". Die Zeugnisse könnten Aufschluss über Leben und Wirtschaft früher menschlicher Gemeinschaften geben, erklärte das Tourismusministerium. Nahe der Fundstelle befindet sich das griechisch-orthodoxe Katharinenkloster, eines der ältesten Klöster der Christenheit. In dessen Nähe ist ein großes Bauprojekt zur Förderung des Tourismus geplant - gegen den Widerstand der größtenteils aus Beduinen bestehenden lokalen Bevölkerung.