Hoden weg - Mailänder Bullen-Mosaik ist restauriert

    Restaurierungsarbeiten am Stiermosaik in der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand.
    Restaurierung des Stier-Mosaiks in der Galleria Vittorio Emanuele II in Mailand. © picture alliance / ZUMAPRESS.com / Francesco Enriquez
    Die Genitalien des Mailänder Stier-Mosaiks sind eine Touristenattraktion. Nach der Sanierung ist von ihnen allerdings nicht mehr viel zu sehen, beklagen sich die Mailänderinnen und Mailänder im Netz. Der Stier ist ein Ochse geworden, lästert man über das Kunstwerk in der historischen Einkaufspassage Vittorio Emanuele. Tatsächlich sind die Mosaiksteine des Hodens nun rosa statt rot und damit deutlich dezenter. Die Mailänder Stadtverwaltung beteuert, dass dies die ursprüngliche Farbgebung sei. Die neuen Hoden sind auch deswegen ein Aufreger, weil sie die Haupattraktion des Mosaiks sind - denn es soll Glück bringen, wenn man seine Ferse dreimal im Uhrzeigersinn auf den Genitalien dreht. Das Glücksritual ist besonders bei Touristen beliebt. Auch George Clooney und seine Frau Amal haben ihre Absätze schon in die Hoden gedrückt. So hatte sich zwischen den Beinen des Stieres im Laufe der Zeit ein Loch gebildet, weshalb das Mosaik nun restauriert werden musste. Das beige-blaue Bildnis eines tänzelnden Stiers, umgeben von einem Wappen, soll die Stadt Turin darstellen, die die erste Hauptstadt Italiens war.