Hitler-Aquarelle in Großbritannien versteigert

    Adolf Hitler inspiziert die Leibstandarte-Truppen auf dem Reichsparteitag in Nürnberg, Deutschland, 1935. Hitler (1889–1945) inspiziert Soldaten der Leibstandarte SS Adolf Hitler, seines persönlichen Leibgarderegiments. Er wird von Reichsführer Heinrich…
    Erst Kunstmaler, dann Diktator: Obwohl künstlerisch wertlos werden Hitlers Werke noch gehandelt. © picture alliance / Heritage Images | The Print Collector
    Künstlerisch sind die Werke von Adolf Hitler nicht bedeutend, da sind sich Experten einig. Trotzdem erzielen sie bei Versteigerungen auch hohe Summen. Nicht so in bei einem englischen Autionshaus, das gestern zwei Aquarelle versteigerte, die dem deutschen Diktator zugeschrieben werden. Die französische Zeitung Le Figaro meldete, dass sie mit 2.300 und 2.600 Pfund hinter den Erwartungen zurückblieben. Sie sollen von dem jungen Adolf Hitler 1909 und 1910 gemalt worden sein, nachdem er an der Kunsthochschule abgelehnt worden war und sein Geld als Kunstmaler verdiente. Dem Auktionshaus zufolge verfügten die beiden Werke, die ein Haus und eine Kirche zeigen, über ein Echtheitszertifikat. Unter Berufung auf Experten schreibt Le Figaro, dass Hitlers Werke schwer zu authentifizieren seien. Das liege an ihrer Mittelmäßigkeit und daran, dass es keine Verzeichnisse gebe. Bis zu 3.000 Zeichnungen, Aquarelle und Ölgemälde von ihm soll es geben, dazu kommen zahllose Fälschungen. Dennoch werden für vermeintliche Hitler-Werke mitunter große Summen aufgerufen, für ein Aquarell wurden schon 100.000 Euro gezahlt.