Historisches Museum in Stockholm gibt Objekte aus samischer Opferstätte zurück

Die Samen sind das einzige indigene Volk Europas. Vielen Menschen sind sie durch ihr Siedlungsgebiet im nördlichen Norwegen, Schweden, Finnland und Russland, durch ihre Nähe zu Eis, Schnee und Polarlichtern ein Begriff. Ihre traditionelle Rentierzucht, Handwerkskunst und das Joiken - eine Art Sprechgesang wie das Jodeln - werden immer wieder im Zusammenhang mit der samischen Kultur erwähnt. Nun hat das Historische Museum in Stockholm beschlossen, Opfergaben aus der samischen Opferstätte Unna Sájvva im schwedischen Gällivare an das Ájtte-Fjäll- und Samen-Museum in Jokkmokk zurückzugeben. Das berichtet der schwedische Rundfunk. Die rund 600 Gegenstände waren im Jahr 1915 vom Archäologen Gustaf Hallström ausgegraben worden - darunter Pfeilspitzen, Schmuck und Münzen. Etwa vierzig Personen aus der Gegend hatten zuvor die Rückgabe gefordert. Die Stätte Unna Sájvva war einst rund 1000 Jahre lang von Samen für Opfergaben an ihre vorchristlichen Götter genutzt worden.