Historische Festsäle im Dresdner Residenzschloss fertiggestellt

    Das Residenzschloss Dresden zählte einst zu den prächtigsten und den bedeutendsten Schlossbauten der Renaissance in Deutschland. Seit 1485 war Dresden ständige Residenz sächsischer Kurfürsten und Könige. Die entscheidende, architektonische Prägung des Dresdner Residenzschlosses erfolgte zwischen 1548 und 1556. Es ist, über Umbau und Modernisierung im 20. Jahrhundert hinaus, noch heute eine Burg der Hochrenaissance. Das Residenzschloss ist heute Ursprungsort und Zentrum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist im Herzen der Altstadt. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Residenzschloss als žResidenz der Kunst und Wissenschaftœ wieder aufgebaut. Zuerst kehrten das Münzkabinett und das Kupferstich-Kabinett in das Schloss zurück.
    Das Dresdner Residenzschloss. © imago stock&people
    Einst fanden hier höfische Bälle und prunkvolle Hochzeiten statt, vor 80 Jahren im Zweiten Weltkrieg wurden sie dann zerstört: Die historischen Festsäle im Dresdner Residenzschloss. Jetzt sind sie nach jahrelanger Renovierung fertiggestellt. Sie sollen zukünftig Heimat für Objekte der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden werden, teilte das sächsische Finanzministerium am Montag in Dresden mit. Für den Wiederaufbau des sogenannten Propositionssaals (auch: Thronsaal) und des Großen Ballsaals dienten historische Archiv- und Bauunterlagen zur Umgestaltung zwischen 1838 und 1854. Von Frühjahr an sind die neuen Räume für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Gezeigt werden unter anderem Exponate zur Festkultur des sächsischen Hofes. Das Dresdner Residenzschloss wird seit 1986 renoviert - die Arbeiten sollen 2027 abgeschlossen werden.