Hilfe für verfolgte Schriftsteller
"Bedrohten helfen - in Freiheit schreiben" - unter diesem Motto steht die Jahrestagung des P.E.N.-Zentrums Deutschland in Speyer. Generalsekretär Wilfried F. Schoeller hob hervor, es gebe unterschiedliche Möglichkeiten, verfolgten Autoren zu helfen. Zwar könne man keine Regierungspraxis ändern, aber man könne Öffentlichkeit schaffen und Druck auf den Repressionsapparat ausüben.
Als Beispiel fügte Schoeller an, wenn ein Gefangener im Iran zum Beispiel über 200.000 Briefe erhalte, dann habe das auch durchaus Auswirkungen auf das Unterdrückungssystem. Angesichts der Anzahl der Länder, in denen noch immer gefoltert werde, dürfe man sich aber keinen Illusionen hingeben.
Zugleich wies Schoeller auf die materielle Lage vieler Autoren in Deutschland hin. "Vielen Autoren geht es schlecht." Eine große Anzahl von Schriftstellern lebe im Grunde genommen wie Hartz-IV-Empfänger, aber ohne staatliche Hilfe.
Zudem gebe es im Internet eine "dramatische Entwertung des Urheberrechts". Hier seien gesetzliche Maßnahmen notwendig, sagt Schoeller. Er hoffe, dass sich das Bundesjustizministerium stärker mit dieser Problematik auseinandersetze.
Das gesamte Gespräch mit Wilfried F. Schoeller können Sie bis zum 29. Oktober in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören. MP3-Audio
Zugleich wies Schoeller auf die materielle Lage vieler Autoren in Deutschland hin. "Vielen Autoren geht es schlecht." Eine große Anzahl von Schriftstellern lebe im Grunde genommen wie Hartz-IV-Empfänger, aber ohne staatliche Hilfe.
Zudem gebe es im Internet eine "dramatische Entwertung des Urheberrechts". Hier seien gesetzliche Maßnahmen notwendig, sagt Schoeller. Er hoffe, dass sich das Bundesjustizministerium stärker mit dieser Problematik auseinandersetze.
Das gesamte Gespräch mit Wilfried F. Schoeller können Sie bis zum 29. Oktober in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören. MP3-Audio
